Atomare Hopplas - Mobbing
 


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Sellafield Wer mit brisanten Informationen über Atomanlagen an die Oeffentlichkeit geht, bekommt Ärger. (Bild: britischer Nuklearkomplex Sellafield)








 
 
Angestellter wegen «ungeheuerlichen Handlungen» entlassen - 06.12.2002
Jim Mattimoe, ein Angestellter im geplanten US-amerikanischen Atommülllager Yucca Mountain wird wegen «ungeheuerlichen Handlungen» entlassen. Er hatte dem Departement of Energy berichtet, dass die wissenschaftliche Grundlage und die Sicherheit des Projekts nicht gewährleistet sei. Mattimoe wehrte sich gegen seine Entlassung. Dank des speziellen Schutzes, den solche Angestellte in den USA geniessen, konnte er seinen früheren Arbeitgeber verklagen. Resultat: Mattimoe muss wieder eingestellt, seine Personalakte von allen Vorwürfen gesäubert und seine Kosten rückerstattet werden. Ein Senator erhält zudem einen anonymen Brief. Darin wird behauptet, dass 50 Prozent der wissenschaftlichen Daten vermisst würden – Daten, die zur Standortwahl des Atommülllagers geführt hatten. Für Bill Belke, einen pensionierten Angestellten der Aufsichtsbehörde NRC, kommt diese Nachricht nicht überraschend. Er hat Yucca Mountain während sieben Jahren betreut und immer wieder erhebliche Mängel feststellen müssen. Dazu gehörte unter anderem die fehlende Qualifikation des technischen Personals. Mittlerweile verlangen Senatoren aus Nevada, dass die Bundesbehörden den Fall untersuchen.

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Sicherheitsfachmann darf nur an Arbeitsplatz zurückkehren wenn er schweigt - 06.08.2002
Rückblickender Artikel in der «Washington Times» zum Sicherheitsfachmann Mark Graf. Er war leitender Angestellter in Rocky Flats, wo Uran und Plutonium gelagert werden. Graf war 1995 an die Öffentlichkeit gelangt und hatte erklärt, dass die Sicherheitsvorkehrungen absolut ungenügend seien und eine nukleare Katastrophe drohe. Massnahmen zur Sanierung des Atomkomplexes wurden keine ergriffen, dafür wurde Graf von seiner Arbeit suspendiert – und durfte erst an seinen Arbeitsplatz zurückkehren, als er einwilligte, künftig keine Auskunft mehr zu geben.

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Atomphysiker wird nach kritischen Aussagen geächtet - 24.02.2002
Ein Atomphysiker informiert die Öffentlichkeit über die katastrophale Sicherheitskultur im britischen Nuklearkomplex Sellafield. Vor dem Arbeitsgericht sagt er aus, dass er seitdem von seinen Nachbarn und Kollegen geächtet werde.

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Schadenersatz für Techniker - 04.10.2001
Dem Techniker McNeill im US-amerikanischen AKW Cook wird vor Gericht Schadenersatz zugesprochen. Er war gefeuert worden, weil er sich geweigert hatte, mit einer ungenügenden Arbeitsanleitung zu arbeiten, kritische Kommentare aus den Arbeitsrapporten zu streichen und Dokumente zu fälschen. Nach der Kündigung verklagt McNeill seinen Arbeitgeber u.a. auf Lohnausfall. Das Gericht heisst seine Ausführungen gut und spricht ihm rund 400'000 Dollars Schadenersatz zu.

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Arbeiter muss sich wegen Verstrahlung in ärztliche Behandlung begeben - 11.03.1999
Im französischen AKW Tricastin steigt ein Arbeiter auf Geheiss seines Vorgesetzten in den Reaktorsumpf, um zwei Lampen herauszuholen. Dabei wird das vorgeschriebene Sicherheitsprozedere missachtet, Warnsignale und die steigenden Werte auf dem Radioaktivitätsmessegerät werden ignoriert. Wenig später muss sich der Arbeiter wegen Verstrahlung in ärztliche Behandlung begeben. Seit diesem Vorfall werde er, sagt seine Frau gegenüber Medien, von seinen Kollegen gemobbt.

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