Atomare Hopplas - Probleme aller Art
 


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AKW  Leibstadt Leibstadt: Wegen Kündigungswelle und Schlampereien kürzlich in die Schlagzeilen geraten.









 
 
Sars im Kommandoraum? - 24.04.2003
Damit sich südkoreanische Angestellte nicht mit Sars anstecken können, dürfen sie nicht mehr ins Ausland zu reisen. Ein Beamter der koreanischen Aufsichtsbehörde sagt: "Wenn sich ein koreanischer Operateur ansteckt, kann er die Krankheit an alle im Kontrollraum weitergeben. Und dann haben wir sofort eine personelle Krise."

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Mysteriöse Rückstände in einem Reaktor - 22.04.2003
Im US-amerikanischen Atomkraftwerk South-Texas wird am Reaktordruckgefäss ein mysteriöser weisser Rückstand gefunden. Man weiss weder, worum es sich handelt, noch wie es dahin gekommen ist. Es wird ein Leck vermutet, obwohl ein intaktes Reaktordruckgefäss existentiell wichtig ist für die Sicherheit eines Atomkraftwerkes. Der rätselhafte Fund wirft die Frage auf, ob die Alterungsprozesse des Materials in einem Atomkraftwerk bisher richtig berechnet worden sind.

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Personalmangel als Sicherheitsrisiko - 03.04.2003
Die Beraterfirma Goodnight Consulting hat in den amerikanischen Atomkraftwerken eine Umfrage gemacht. Demzufolge ist in den nächsten fünf Jahren mit einem erheblichen Personalmangel zu rechnen. Die Hälfte der Werke, die auf die Umfrage geantwortet hat, erwartet einen Verlust zwischen 150 bis 200 Atomarbeitern in den nächsten fünf Jahren. Der grösste Teil fehlt im Bereich der nuklearen Unterhaltsarbeiten. Jetzt soll ein Programm gestartet werden, um Arbeitsplätze in Atomkraftwerken attraktiver zu machen.

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Atommuelllager bei Fluss verboten - 27.03.2003
Sieg fuer Kalifornien gegen ein Atommüll-Entsorgungsunternehmen: Das Unternehmen forderte vom US-Staat eine Summe von 223 Millionen Dollars, weil er ein Atommuelllager für schwach radioaktiven nuklearen Abfall verboten hatte. Dies darum, weil das Lager nur 20 Kilometer vom Colorado River gelegen hätte und dieser Fluss Millionen von KalifornierInnen mit Trinkwasser versorgt. Gouverneur Gray Davis freut sich: "Das ist ein grossartiger Sieg für die Steuerzahler." Der Bundesstaat hätte vor Gericht vertreten, dass die Steuerzahler nicht die Risiken der Geschäftsstrategie tragen müssten. Er sei dankbar, dass sich das Gericht dieser Ansicht angeschlossen hat.

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Arbeiterin kontaminiert - 25.03.2003
Im US-amerikanischen Atomkraftwerk Susquehanna stolpert eine Angestellte über eine Bleiabschirmung und bricht sich das Handgelenk. Als sie ins Spital gebracht wird, stellt man fest, dass sie radioaktive Partikel mit nach aussen transportiert hat.

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Falscher Alarm - 24.03.2003
Im amerikanischen Atomkraftwerk Seabrook wird falscher Alarm ausgelöst. Die Belegschaft ruft das FBI, weil ein Eindringling auf dem Kraftwerksgelände vermutet wird. Da kein Eindringling gefunden wird ausser einem Truthahn, wird vermutet, dass er den Alarm ausgelöst hat. Aber mit Sicherheit lässt sich das nicht sagen.

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Radioaktives Frachtgut in Kloten - 15.03.2003
Die Kantonspolizei Zürich stellt im Flughafen Kloten eine Ladung sicher, die radioaktiv strahlt. Sie wird in einem Airbus der jordanischen Fluggesellschaft Royal Jordanian entdeckt. Bestimmungsort der Ladung ist der Irak. Gemäss den Deklarationspapieren handelt es sich medizinische Diagnostika. Die Ladung wird nach mehreren Stunden wieder freigegeben.

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Wenn die linke Hand nicht weiss, was die rechte tut - 13.03.2003
Im US-amerikanischen Atomkraftwerk Susquehanna gibt es Alarm, als entdeckt wird, dass zwei Arbeiter verstrahlt sind. Die Kraftwerksleitung meint, die strahlenden Partikel könnten unmöglich ihrem Atomkraftwerk stammen – die Arbeiter hätten sie vielmehr aus einem schwedischen AKW eingeschleppt. In welchem AKW, will sie jedoch nicht sagen. Die schwedischen Behörden wissen allerdings von nichts und seien von den USA auch nicht informiert worden.

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Arbeiter entdecken zufällig ein Loch - 05.03.2003
Beim Ersetzen einer wichtigen Komponente im amerikanischen AKW North-Anna stellen die Arbeiter zufällig fest, dass sich ein Loch durch die ganze Wand gefressen hat. Probleme bei diesen wichtigen Komponenten, den Druckbehälterdeckeln, nehmen beunruhigend zu und haben bei einem anderen Werk beinahe zu einer Katastrophe geführt.

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Mit Ballons gegen Entlassungen im AKW - 27.02.2003
100 bis 200 belgische GewerkschafterInnen blockieren den Eingang des Atomkraftwerkes Tihange während 15 Tagen. Sie protestieren gegen Entlassungen. Mit Ballons, and denen Metallteile befestigt sind, versuchen sie erfolglos, Helikopter daran zu hindern, auf dem Gelände zu landen und das verbliebene Personal mit Lebensmitteln und Kleidung zu versorgen.

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In Mine geht Uran kiloweise verloren - 20.02.2003
200'000 Liter radioaktive Flüssigkeit lecken aus der Uranmine Olympic Dam in Australien. Ursache ist ein falsch funktionierendes Ventil. Ein Sprecher der Australian Conservation Foundation sagt, man habe 34 Kilo Uran verloren, und der Kontakt mit dieser Flüssigkeit stelle ein beträchtliches Risiko für die Gesundheit dar.

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US-amerikanisches Atomkraftwerk Oyster Creek massiv Stellen - 16.01.2003
Im US-amerikanischen Atomkraftwerk Oyster Creek sind letztes Jahr 50 Stellen gestrichen worden. Weiterer massiver Stellenabbau soll folgen. Die Gewerkschaften fürchten, dass diese Einsparungen auf Kosten der Sicherheit gehen werden, u.a. weil beispielsweise beim Feuerschutz gekürzt und die entsprechenden Aufgaben ungeschultem Personal übergeben werde.

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12 Angestellte in der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield entlassen - 20.12.2002
In der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield werden 12 Angestellte entlassen, weil sie das e-mail für missbräuchliche Zwecke benutzt und Computerspiele gespielt haben. Weitere zwanzig Arbeiter müssen zudem mit Disziplinarstrafen rechnen. Bereits im letzten Februar mussten neun Arbeiter suspendiert werden, weil sie geschmacklose Comic-Bilder verschickt hatten.

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British Energy muss mit hohen Bussen rechnen - 06.12.2002
British Energy, die Betreiberin des britischen Atomkraftwerks Torness muss mit hohen Bussen rechnen, weil sie radioaktiven Abfall illegal ins Meer gekippt hat. Die Verantwortlichen, die im Dezember deswegen vor Gericht standen, beteuern, dass die Auswirkungen auf die Umwelt minimal seien. Allgemein wird jedoch ein hartes Urteil erwartet.

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14 Personen mit radioaktiven Partikeln kontaminiert - 14.11.2002
Im schottischen Atomkomplex Dounreay werden 14 Personen mit radioaktiven Partikeln kontaminiert. Die Verstrahlung erfolgt, als bei der Versiegelung eines Abfallbehälters ein kleiner Tropfen radioaktives Material entweicht und zu Boden fällt. Die Schuhe von 14 Personen sind danach verstrahlt, bei zwei Personen waren auch die Hände verstrahlt, bei einer zusätzlich das Gesicht.

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Die Betreiberin des US-amerikanischen AKWs Savannah River wird des Rassismus bezichtigt - 13.08.2002
Die Betreiberin des US-amerikanischen AKWs Savannah River wird des Rassismus bezichtigt: Schwarze Arbeiter würden nicht befördert, zudem müssten sie in den Arealen mit der höchsten Radioaktivität arbeiten. Schwarze seien nachweislich einer höheren durchschnittlichen Dosis von Radioaktivität ausgesetzt als Weisse.

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Das schweizerische AKW Gösgen will an der Sicherheit sparen - 27.07.2002
Es ficht eine Verfügung der Aufsichtsbehörde HSK an. Diese hat Abweichungen zum heutigen Stand von Wissenschaft und Technik festgestellt und verlangt insgesamt rund 50 Massnahmen zur Verbesserung, zum Teil auch sehr teure. Gösgen will einige der Sicherheitsmassnahmen nicht akzeptieren.

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UNO-Atombehörde durchleuchtet das schweizerische AKW Mühleberg - 01.06.2002
Ein internationales Expertenteam der UNO-Atombehörde hat das schweizerische AKW Mühleberg durchleuchtet. Sein Fazit: Das Werk weise Mängel in den Bereichen Sicherheit und Sicherheitskultur auf. Das Expertentam fordert eine besondere Beachtung des «human factor», eine bessere Untersuchung von Vorfällen im Werk und bessere Standards zur Überprüfung des Personals. Dies kommt aus, weil die Aufsichtsbehörde den unzensierten Bericht des Expertentams irrtümlich aufs Internet geladen hat.

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Im schweizerischen AKW Leibstadt herrscht Personalmangel. - 01.04.2002
Es kommt vor, dass Mitarbeiter bis zu zehn Tagen und mehr auf Schicht bleiben – ohne einen Ruhetag. Einzelne Überstundenkonti belaufen sich auf weit über 100 Stunden. Wegen des Personalmangels muss die Weiterbildung gekürzt werden. Die Aufsichtsbehörde HSK zeigt sich dennoch zuversichtlich. Der zuständige Leibstadt-Verantwortliche bei der HSK, Friedrich Kaufmann, sagt: «Leibstadt ist nun sensibilisiert. Da wird es frühestens in drei Jahren wieder brennen.»

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Wissenschafter wirft Management des britischen Nuklearkomplexes Sellefield schweres Versagen vor - 22.02.2002
Ein Wissenschafter, beschäftigt im britischen Nuklearkomplex Sellafield, geht an die Oeffentlichkeit und wirft dem Management schweres Versagen vor. Die Lagerung des radioaktiven Materials sei, so sagt Ronald Hanas, ein «Witz», beim Umgang mit den gefährlichen Substanzen werde aus wirtschaftlichen Gründen gespart, die Sicherheitsvorschriften würden ignoriert und Arbeiter radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Die Sellafield-Betreiberin streitet sämtliche Vorwürfe ab.

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Das schweizerische AKW Leibstadt kündigt Reduktion der Belegschaft an - 13.01.2002
Das schweizerische AKW Leibstadt kündigt an, es wolle die Belegschaft bis Jahresende um 5 Prozent reduzieren und die Revisionszeit solle von 23 auf 16 Tage verkürzt werden. Der Stillstand der Anlage kostet pro Tag rund ein Million Franken.

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Im deutschen AKW Philippsburg ist das Notkühlsystem kaputt. - 10.08.2001
Statt den Reaktor abzuschalten, wie es die Sicherheitsbestimmungen verlangen, entscheidet sich der Betreiber, das Notkühlsystem bei laufendem Betrieb zu reparieren. Das ist ein schwere Verstoss gegen die Vorschriften: Wenn die Notkühlung nicht funktioniert, müssen Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden. Bei der Untersuchung des Vorfalls stellt sich heraus, dass die Betriebsmannschaft schon seit Jahren bewusst gegen die Vorschriften verstossen hat.

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AKW Dampierre-en-Burly unter Spezialaufsicht - 28.02.2000
Das französische AKW Dampierre-en-Burly wird von der nationalen Aufsichtsbehörde unter Spezialaufsicht gestellt. Grund: Mangelnde Gründlichkeit beim Anlagenbetrieb und Verschlechterung der Personal- und Unternehmenskultur. Im Januar 2002 wird das Werk aus der Spezialaufsicht wieder entlassen.

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Negative Auswirkungen der Privatisierung bei British Energy werden kritisiert - 27.01.2000
Die britische Aufsichtsbehörde NII kritisiert in einem Bericht die negativen Auswirkungen der Privatisierung bei British Energy: Die Reduktion des Personals gehe zu weit, die Verbleibenden hätten teilweise massiv viele Überstunden angehäuft, man habe keine Zeit mehr zum Denken. Zudem fehle Personal in Kernbereichen.

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Angestellte finden Gegenstände im Lagerbecken für abgebrannten Brennstoff - 13.02.1996
Angestellte im US-amerikanischen AKW River Bend finden 760 Gegenstände im Lagerbecken für abgebrannten Brennstoff. Unter den Gegenständen befinden sich Nüsse, Bolzen, Dosimeter, Schweissstäbe, Kleiderfetzen, Papier, Plastiksäcke, eine Gummimatte, ein Tablar und ein grosses Holzstück. Es habe, so die Werksleitung, nie die Gefahr bestanden, dass die Gegenstände die lebenswichtige Zufuhr des Kühlwassers hätten blockieren können.

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Hoch-radioaktiver Abfall nicht richtig gelagert - 26.05.1994
Hoch-radioaktiver Abfall im US-amerikanischen Verteidigungskomplex sei nicht richtig gelagert, kritisiert die zuständige Behörde: «Vielfach seien die Behälter und Tanks alt, lecken und seien nicht gegen Erdbeben geschützt. So werde zum Beispiel das hochgefährliche Plutonium in Plastikflaschen aufbewahrt, obwohl es bekannt sei, dass Plutonium mit Plastik reagiere und ein Feuer ausbrechen könne.

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Funktionsuntüchtige Stromunterbrecher in den Notfall-Generatoren - 25.04.1994
Das US-amerikanische AKW Cooper muss abgestellt werden, weil Arbeiter funktionsuntüchtige Stromunterbrecher in den Notfall-Generatoren installiert haben. Bei der Untersuchung stellt sich heraus, dass auch beim Kühlsystem, dem Filtersystem und den Notfall-Generatoren Probleme bestehen.

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Gleichzeitiger Ausfall von fünf Sicherheitssystemen - 07.04.1993
Im französischen AKW Nogent fallen fünf Sicherheitssysteme gleichzeitig aus. Grund: Eine Überprüfung des Feuerlöschsystems hatte zum Ausfall von drei Ventilationssystemen geführt, ein anderes Ventilationssystem war abgeschaltet wegen Unterhaltsarbeiten und das Branderkennungssystem funktionierte überhaupt nicht.

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Verstärkte kritische Selbstüberprüfung des Personals gefordert - 01.01.1990
Der internationale Expertenbericht zum schweizerischen AKW Leibstadt fordert nebst anderem eine verstärkte kritische Selbstüberprüfung des Personals.

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Ungenügende Sicherungen im AKW Leibstadt - 02.06.1989
In einem vertraulichen Bericht schreibt das Eidgenössische Verkehrs- und Energiedepartement, dass die geforderten Sicherungen im AKW Leibstadt ua. in organisatorischer Hinsicht «insgesamt als ungenügend zu bewerten» seien.

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Schwerer Vorfall im deutschen AKW Biblis - 16.12.1987
Im deutschen AKW Biblis A ereignet sich ein schwerer Vorfall. Die Betriebsmannschaft übersieht während drei Arbeitsschichten, dass ein Ventil nicht ordnungsgemäss schliesst – sie glaubt vielmehr, dass die Alarmlampe, die das Versagen des Ventils anzeigt, nicht in Ordnung ist. Die Temperatur im Reaktor steigt gefährlich an. Um ein Uhr morgens entschliessen sich die Operateure, den Reaktor abzuschalten, ändern aber nach zehn Minuten wieder ihre Meinung, weil sie unbedingt einen Produktionsausfall vermeiden möchten. Statt abzuschalten versuchen sie nun ein riskantes Manöver. Doch das geht schief – ein Leck ist die Folge. Radioaktiver Dampf tritt aus. Ein Jahr nach dem Unfall stirbt der Reaktorfahrer an Leukämie. Der damalige Kraftwerksdirektor Fred Meier bezeichnete den Störfall als Folge des «allgemeinen Trubels im Anfahrbetrieb des Reaktors». Der Störfall wird allerdings erst bekannt, als ein amerikanischer Informationsdienst das Geschehen ein Jahr später aufdeckte. Dieser Störfall deckte eine bislang unbekannte Schwachstelle bei Reaktoren der Marke Siemens auf und wurde als brisant eingestuft: Die Siemens-Reaktoren mussten nachgerüstet und die Betriebshandbücher umgeschrieben werden. Denn das Auslaufen von Kühlwasser, wie es in Biblis passiert ist, kann eine Kernschmelze zur Folge haben, also den schlimmstmöglichen Unfall.

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Erde bis auf rund 3 Meter Tiefe radioaktiv verseucht - 09.12.1987
Im schweizerischen AKW Beznau werden alte Bortanks abgebrochen. Dabei zeigt sich gemäss Angaben der Aufsichtsbehörde HSK, dass die Erde bis auf rund 3 Meter Tiefe radioaktiv verseucht ist (ua. mit Cäsium-137). Die Verseuchung sei auf eine Leckage vor 15 Jahren zurückzuführen. Das radioaktive Material war damals von der NOK ausgebaggert und am Ufer der Aare deponiert worden.

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Sparübungen in Frankreich - 09.12.1987
Die französische Aufsichtsbehörde beschäftigt sich im neusten Magazin „Contrôle“ mit dem Widerspruch zwischen Konkurrenzfähigkeit und Sicherheit bei Atomkraftwerken. Der Druck des Marktes habe dazu geführt, dass die Werke mehr Spielraum fordern würden. Zudem würde die Behörde gewisse Vorschriften nicht mehr so stringent durchsetzen.

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