Atomare Hopplas - Vertuschung
 


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AKW Beznau In schweizerischen Atomkraftwerken werden unangenehme Vorfälle immer mal wieder vertuscht (Bild: Beznau).










 
 
Atommüll-Behälter brandgefährlich? - 12.05.2003
Die US-amerikanische Sicherheitsbehörde NRC untersucht Vorwürfe, wonach Angestellte der NRC eine Studie zur Sicherheit von Atommüll-Behältern beinflusst haben sollen. Die NRC-Angestellten hätten verhindert, dass die Auswirkungen eines Feuers auf Behälter in aller Konsequenz untersucht worden seien.

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Aufsicht verschärfen - 24.03.2003
Die US-amerikanische Atombehörde NRC will die Aufsicht über das Personal der Atomkraftwerke verschärfen. Dies ist die Lehre aus der atomaren Beinahe-Katastrophe von Davis-Besse – das Personal hatte nur durch Zufall entdeckt, dass sich Säure durch den Reaktordruckbehälter gefressen hatte, zudem hatte das Management Risse zu vertuschen versucht.

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Schon wieder radioaktives Teilchen am Strand - 14.03.2003
An einem schottischen Strand wird schon wieder ein radioaktives Teilchen gefunden. Das Teilchen stammt von einem stillgelegten Reaktor in der Nähe. Die britische Atomenergieagentur sagt, es bestehe keine Gefahr für die Oeffentlichkeit – das Teilchen habe «keine direkt zu beobachtende Auswirkung auf die Gesundheit».

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Radioaktive Partikel am Strand - 28.02.2003
An einem schottischen Strand werden drei radioaktive Partikel gefunden. Der Strand befindet sich in der Nähe einer britischen Atomanlage. Die schottische Nationalpartei verlangt daraufhin eine eingehende Untersuchung der ganzen Umgebung. Die Umweltagentur allerdings möchte der Sache nicht weiter nachgehen – es gebe kein Risiko für Mensch und Umwelt.

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Risse im AKW Unterweser - 06.12.2002
Im deutschen AKW Unterweser werden Risse in Rohrleitungen gefunden, welche die Sicherheit bedrohen können. Bald kommt der Verdacht auf, dass die Risse schon früher entdeckt, aber absichtlich verschwiegen worden und dementsprechende Berichte gefälscht worden sind. Der Reaktor, der zur Zeit abgestellt ist, darf erst wieder in Betrieb genommen werden, wenn die Sache lückenlos aufgeklärt ist und die Ursachen vollständig beseitigt sind.

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Risse in Atomreaktoren verheimlicht - 30.11.2002
Der japanische Atomstromerzeuger Tepco muss – Stückchen für Stückchen – zugeben, dass jahrelang Inspektionsberichte über Risse in Atomreaktoren gefälscht worden sind. Mindestens 100 Mitarbeiter von Tepco sind in die Betrugsaffäre involviert. Der Tepco-Vorstandschef und weitere Spitzenmanager treten zurück. «Alle Machenschaften dienten einzig dem Zweck, den Konzern vor finanziellen Ausfällen während der Reparaturarbeiten zu schützen»

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Öffentlichkeit über Leck nicht informiert - 24.11.2002
Eine atomkritische japanische Organisation macht publik, dass während drei Jahren Plutonium und andere radioaktive Substanzen aus einem Atomkraftwerk ausgetreten sind. Tepco, die Besitzerin des Atomkraftwerks gibt zu, vom Leck gewusst, aber weder die Oeffentlichkeit noch die Behörden informiert zu haben, Dies, weil die freigesetzte Radioaktivität weit unter den Grenzwerten gelegen habe. Ein Strahlenexperte an der Nihon-Universität fordert, dass Tepco bekannt gibt, welche und wieviel Radioaktivität ausgetreten ist. Für Tepco kommt die Affäre zu einem ungelegenen Zeitpunkt, ist das Atomunternehmen doch schon in einen Skandal verwickelt, weil es jahrelang Risse in den Reaktoren vertuscht hat.

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75'000 Liter radioaktives Wasser in den Hudson geflossen - 26.10.2002
Nachdem die Leitung des US-amerikanischen AKW Indian Point 2 Jahre lang behauptet hat, dass bei einem Unfall vor zwei Jahren nur etwas radioaktiver Dampf in die Umwelt gelangt sei, kommt zutage, dass in Tat und Wahrheit rund 75'000 Liter radioaktives Wasser in den Hudson geflossen sind.

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Gefälschte Sicherheitsprotokolle im AKW Leibstadt - 01.08.2001
Im schweizerischen AKW Leibstadt fälschen zwei Operateure Sicherheitsprotokolle. Beide werden sofort entlassen. Zudem verursachen Arbeiter bei Revisionsarbeiten drei Brände. Walter Jeschki, Direktor der Aufsichtsbehörde HSK, sagte dazu: «Der Druck aufgrund der Elektrizitätsmarktöffnung oder der Kostendruck haben möglicherweise mitgewirkt, dass Arbeiten zu rasch ausgeführt oder nicht mit der nötigen Sorgfalt geplant wurden.» Leibstadt-Pressesprecher Leo Erne hingegen erachtet die Vorkommnisse nicht als gravierend: «Wo gearbeitet wird, fliegen auch Funken.»

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Falsch installierte Speisewasserleitung - 12.11.1995
Im schweizerischen AKW Leibstadt leckt eine falsch installierte Speisewasserleitung. Radioaktives Wasser tritt aus. Die Öffentlichkeit wird über den Vorfall nicht informiert.

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Radioaktives Wasser aus rostigen Ventilen - 03.02.1995
Im schweizerischen AKW Beznau soll radioaktives Wasser aus rostigen Ventilen tropfen, das Notstandssystem könne nicht unabhängig funktionieren und bei Montagearbeiten seien Baupläne verwechselt worden. Dies berichtet ein Insider mit langjähriger Kraftwerkerfahrung. Die Behörden und die Beznau-Betreiberin NOK streiten alles ab. Als ein Kamerateam von "10 vor 10" die rostigen Ventile im AKW filmen will, findet es tatsächlich keine Spur von tropfenden Ventilen. Allerdings nur, weil das Kamerateam in den falschen Raum geführt worden ist. Ein hoher Behördenvertreter erklärt den Irrtum mit «Orientierungsschwierigkeiten». Zudem muss er einräumen, dass Baupläne verwechselt worden sind und deshalb ein Loch in den Boden des Kontrollraums gebohrt worden ist. Und schliesslich stellt sich auch noch heraus, dass das Notstandssystem nicht so autonom funktioniert, wie es von Behörden und Kraftwerksleitung dargestellt worden ist.

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Drogen im AKW Beznau - 09.12.1994
Greenpeace enthüllt, dass im schweizerischen AKW Beznau Drogen konsumiert werden. Die Beznau-Angestellten wehren sich in einem offenen Brief: «Diese von Drogen- und Alkoholproblemen bis hin zu Pfusch reichenden Anschuldigungen weisen wir als unwahr entschieden zurück.» Die Kraftwerksleitung gibt einzelnen Drogenmissbrauch zu.

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Filterpanne im AKW Mühleberg - 27.09.1987
Wenige Monate nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl ereignet sich in der Schweiz die sog. Filterpanne: Weil Abluftfilter im AKW Mühleberg defekt sind, kann radioaktive Luft in die Umgebung entweichen. Da auch das Messgerät kaputt ist, wird die Freisetzung erst gar nicht bemerkt. Und auch nachher kommt sie nur durch Zufall an den Tag – die Betreiberin hatte die Oeffentlichkeit nicht informieren wollen, weil der Vorfall zu unbedeutend sei. Mühleberg-Vizedirektor wird im «Blick» zitiert mit den Worten: «Wir benachrichtigen die Presse auch nicht, wenn bei uns ein Wasserhahn tropft.» Auch der Bund wartet zu: Eidgenössische Experten kommen erst drei Wochen nach der Panne in die Region, um Früchte und Gemüse zu untersuchen. Sie empfehlen, Äpfel vorläufig geschält zu essen. Unabhängige Fachleute kommen zum Schluss, dass bei der Filterpanne mehr Radioaktivität freigesetzt worden ist als durch Tschernobyl in die Schweiz gelangte.

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