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- Schlamperei - Unglaubliches - Sabotage & Transporte - Beinahe-Katastrophen - Katastrophen - Vertuschung - Probleme aller Art - Mobbing - Konstruktionsfehler
       

 

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Die Atommüllfässer, die auch die Schweiz lange im Atlantik versenkt
hat, halten nicht dicht. Die Industrie sagte immer, dies sei eine sichere Lösung....

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Schon wieder Vorfall in Philippsburg - 08.05.2003
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Im süddeutschen Atomkraftwerk Philippsburg werden Reinigungstücher im Schnellabschaltsystem gefunden. Solche Fremdkörper haben dort nichts zu suchen: Damit die Sicherheit eines Atomkraftwerks gewährleistet ist, muss das System jederzeit einwandfrei und ungestört funktionieren.
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Schon wieder Schaden in Reaktordruckbehälter - 05.05.2003
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Auch im US-amerikanischen Atomkraftwerk St. Lucie wird ein Defekt am Reaktordruckbehälter entdeckt. Das ist der jüngste von mehreren Fällen innert kürzester Zeit. Im amerikanischen AKW Davis-Besse ist es dadurch beinahe zu einer atomaren Katastrophe gekommen. Nur durch Zufall konnte sie im letzten Moment verhindert werden. Ein unabhängiger Bericht, der die Belegschaft in der Zwischenzeit unter die Lupe genommen hat, kritisiert nun, dass die Sicherheitskultur in Davis-Besse nach wie vor mangelhaft sei.
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Sicherheit in Schweden bedroht - 28.04.2003
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Die schwedische Sicherheitsbehörde SKI warnt vor den Folgen der Liberalisierung. Man stelle in den Anlagen starken Spardruck fest und dies gefährde die Sicherheit. Zudem verlangt SKI, dass die Betreiber bessere Programme entwickeln müssen, um den Zustand der alternden Reaktoren kontrollieren zu können.
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Sparen auf Kosten der Sicherheit - 17.04.2003
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Ein Komitee, das die britische Regierung in Fragen des Atommüll-Managements berät, soll aus Kostengründen abgeschafft werden. Das Komitee, das beispielsweise letzten Monat 3 Kubikmeter Atommüll entdeckt hat, der in keinem Inventar aufgeführt war, gilt als kritisch.
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Sicherheitsprotokolle gefälscht - 11.04.2003
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Ein Abteilungsleiter im amerikanischen Atomkraftwerk Dresden fälscht Sicherheitsbelege: Obwohl er wusste, dass drei Schleusen nicht kontrolliert worden sind und eine Sicherheitstüre bei der Inspektion durchgefallen ist, hat er mit seiner Unterschrift auf dem Ueberprüfungsprotokoll bezeugt, dass alles in Ordnung und kontrolliert worden sei.
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Radioaktivität gerät in die Umwelt - 10.04.2003
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Im ungarischen Atomkraftwerk Paks werden Brennelemente in einer Art riesigen Waschmaschine "geputzt". Was dann passiert, ist noch nicht geklärt: Vielleicht machen Angestellte einen gravierenden Fehler, vielleicht gab es ein unvorhergesehenes technisches Versagen. Resultat: Praktisch alle Brennelemente werden zerstört. Als das Personal den Putzcontainer öffnen will, reisst auch noch das Kabel des Hebekrans – der Containerdeckel lässt sich nicht mehr schliessen. Radioaktive Gase treten aus. Eine unkontrollierte Kettenreaktion kann nicht ausgeschlossen werden. Die ungarische Presseagentur MIT meldet, dass die Behörden Paks nach diesem Unfall vielleicht keine Betriebsbewilligung mehr erteilen werden.
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Falsche Sicherung erwischt - 03.04.2003
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Zwei verwirrte Arbeiter schalteten irrtümlich das amerikanische Atomkraftwerk Pickering ab, als sie eine falsche Sicherung herauszogen. Eigentlich hatten sie eine kaputte Sicherung für einen Monitor ersetzen wollen.
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US-Atombehörden nicht lernfähig - 03.04.2003
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Im amerikanischen Atomkraftwerk Sequoyah wird aufgrund der Anzeigen im Ueberwachungssystem ein Leck vermutet. Deshalb muss nun untersucht werden, ob der Behälterdeckel einen Riss hat. Ein Loch im Behälterdeckel von Davis-Besse hat in den USA vor kurzem beinahe zur atomaren Katastrophe geführt.
Darüber wundert sich nun auch die französische Atomsicherheitsbehörde, hat sie doch schon vor zwölf Jahren aufmerksam gemacht auf gefährliche Risse im Behälterdeckel. Mit gutem Grund: Risse und Löcher an dieser Stelle sind ein immenses Risiko und wurden in Frankreich schon vor Jahren entdeckt und bekämpft worden. Die Lektion, welche die Franzosen gelernt haben, ist an den Amerikanern allerdings offenbar vorbeigegangen. Andre-Claude Lacoste, Chef der französischen Aufsichtsbehörde, beklagt sich: «Es macht mich traurig, dass 12 Jahre, nachdem das Problem bei uns aufgetaucht ist, es in den USA wieder vorkommt. Das wirft viele Fragen auf, welche die Operateure und Aufsichtsbeamten beantworten müssen." Er wundert sich, wieso die Amerikaner es überhaupt so weit kommen liessen: "Seit zwölf Jahren diskutieren wir zweimal pro Jahr mit unseren amerikanischen Kollegen."
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Lausige Sicherheitsvorkehrungen in Sellafield - 24.03.2003
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Obwohl die Sicherheitsvorkehrungen in der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield wegen des Irak-Kriegs angeblich verschärft worden sind, können sich zwei Personen den Plutonium-Lagern nähern, die sich in einer absoluten Hochsicherheitszone befinden. Denn Plutonium ist hochgiftig und liefert das Material für Atombomben. Die zwei Aktivisten legten Leitern an den Zaun an und befestigten ein Transparent, auf dem "Bang!" steht. Erst als die zwei Leitern, Transparent und Fotoausrüstung nach einer halben Stunde eingepackt hatten und sich wieder auf dem Rückweg befanden, wurden sie von Polizisten aufgehalten. Die begnügten sich allerdings mit der Ausrede, dass man nur Fotos gemacht habe und liessen die Aktivisten laufen.
Mit dieser Aktion wollten die zwei aufzeigen, wie ungeschützt die Plutonium-Lager in Sellafield sind. Dort wird übrigens auch Plutonium aus Schweizer Atomkraftwerken abgetrennt.
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Milde Strafen für radioaktive Verseuchung - 22.03.2003
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Ein Gericht verurteilt sechs Angestellte der japanischen Atomanlage Tokai-mura zu bedingten Haftstrafen und Geldbussen. Sie hatten die Betriebsvorschriften missachtet und dadurch eine atomare Kettenreaktion ausgelöst, die 20 Stunden nicht zu stoppen war. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, 600 AnwohnerInnen wurden radioaktiv verstrahlt.
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Schlafende Wachleute - 21.03.2003
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Der Präsident der US-amerikanischen Atomforschungsanlage Sandia, C. Paul Robinson, zeigt sich "sehr besorgt über das Management der Sicherheitskräfte". Es seien gravierende Mängel festgestellt worden, so schlafe Wachpersonal beispielsweise während der Arbeit oder es werde Material aus dem Betrieb gestohlen.
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Reaktor bei Testarbeiten aus Versehen abgeschaltet - 19.03.2003
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Im schweizerischen AKW Beznau führen Operateure des Atomkraftwerks Beznau routinemässig diverse Testarbeiten durchgeführt. Dabei werden auch jene Schalter geprüft, mit denen der Reaktor im Notfall schnell abgeschaltet werden kann. Da die Belegschaft einen dummen Fehler macht, wird das Abschaltsystem nicht nur getestet, sondern der Reaktor tatsächlich abgeschaltet. Der Ausfall, der nur einige Stunden dauert, kommt die StromkonsumentInnen auf rund 100'000 Franken zu stehen.
Hunderttausende von Menschen hängen davon ab, dass AKW-Angestellte im Notfall richtig reagieren und die Technik einsatzbereit ist. Dass dem nicht immer der Fall ist, zeigt obiges Beispiel – und untenstehende Aufzählung:
In regelmässigen Abständen prüfen Schweizer AKW-Angestellte, ob jene Geräte, die im Notfall eingesetzt werden, überhaupt noch funktionieren. Dies ist erschreckend oft nicht der Fall – und damit ist erschreckend oft die Sicherheit von uns allen bedroht.
Bei diesen Funktionstests geht es oft um das Wichtigste überhaupt, nämlich darum, dass der Kern gekühlt wird und nicht überhitzt. Denn eine Kernschmelze führt zur atomaren Katastrophe.
In den fünf Jahren von 1998 bis 2002 wurden die Funktionstests über 20mal nicht bestanden. Bei diesen vielen Beispielen technischen und menschlichen Versagens bleibt nur die Hoffnung, dass ein Notfall in der Schweiz jeweils dann eintritt, wenn die Geräte gerade funktionieren – und nicht in all den vielen Fällen, wenn’s eben nicht funktioniert...
Was bei Funktionstests in den Schweizer Atomkraftwerken schon alles versagt hat:
2002
Mühleberg:
- Kernsprühsystem startet nicht beim Funktionstest
- Notstands-Dieselgenerator startet nicht beim Funktionstest
Leibstadt:
- Spannungsunterbruch bei einem Batterietest – der Reaktor muss heruntergefahren werden
- Startversagen bei einer Grundwasserpumpe
Beznau:
- Notstandrezirkulation ist wegen einem irrtümlich geschlossenen, handbetriebenen Ventil nicht verfügbar
- Beim Probelauf startet eine primäre Nebenkühlwasser-Pumpe nicht
2001:
Gösgen:
- Ein Notstrom-Dieselmotor springt nicht an
- Spannungsunterbruch an einer Notstand-Stromschiene beim Funktionstest
Leibstadt:
- Nichtausschaltung des Netzschalters an einer Notstand-Stromschiene beim Funktionstest
- Der Generatorschalter an einem Notstromdiesel öffnet nicht richtig
Beznau:
- Der Notstanddieselmotor springt nicht an
2000
Leibstadt:
- Leckage an der Einspritzpumpe einer Notstrom-Dieselgruppe
Beznau:
- Die Notspeisewasser-Pumpe ist beim Funktionstest nicht verfügbar (Block 2)
- Die Notspeisewasser-Pumpe ist beim Funktionstest nicht verfügbar (Block 1)
1999
Leibstadt:
- Der Generatorschalter eines Notstromdieselaggregats schliesst nicht
- Die Einspeisearmatur des Hochdrucknoteinspeisesystems öffnet nicht
- Eine Grundwasserpumpe des Notstandsystems springt nicht an
Beznau:
- Ein Ventil des Notkühlsystems öffnet nicht
- Das Notstand-Dieselgruppe startet nicht
- Die Notstand-Sicherheitseinspeisepumpe startet nicht
Gösgen:
- Der Generatorschalter eines Notstanddieselaggregats versagt
1998
Leibstadt:
- Eine Notstrom-Dieselgruppe versagt beim Funktionstest
- Ein Absperrventil an einer Leitung des Reaktorumwälzsystems schliesst nicht
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Undemokratische Manipulation im Parlament - 14.03.2003
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«Die wollen nur Atomstrom verkaufen», wettert der FDP-Nationalrat John Dupraz gegen seine Parteikollegen. Grund des Ärgers: Einige FDP-Vertreter würden mit «Gangstermethoden» die Interessen der Atomwirtschaft im Parlament vertreten. Sie hatten nämlich verlangt, dass jene FDP-Parlamentarier, die eine Lenkungsabgabe auf Atomstrom befürworten, in der Debatte den Mund halten müssen. Mit Erfolg – die Atomstrom-Abgabe ist dank dieser Manipulation vom Tisch. Herausgekommen ist die Disziplinierung der FDP durch die Atomindustrie durch ein Sitzungsprotokoll, das der Presse zugespielt worden war.
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Radioaktivität im Grundwasser - 06.03.2003
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Abfalldeponien in Kalifornien weisen hohe Konzentrationen von Radioaktivität auf. Erst seit einem Jahr ist bekannt, dass die kalifornischen Behörden früher offiziell erlaubten, dass dort schwachaktive Abfälle gelagert werden können. Die Behörden waren der Ansicht, es sei ungefährlich. Mittlerweile haben Messungen ergeben, dass die Radioaktivität ins Grundwasser leckt.
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Gerüst stellt AKW ab - 25.02.2003
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Ein Gerüst, welches das Personal im US-Amerikanischen AKW Beaver Valley aufstellt, demoliert eine Membran, was zu einer Schnellabschaltung des Reaktors führt. Das Werk liegt wegen dieser Kleinigkeit tagelang darnieder.
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Atomzug verirrt sich - 20.02.2003
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In Deutschland verirrt sich ein Atomzug. Statt an seinem ursprünglichen Bestimmungsort landet er völlig woanders – in einem zehn Kilometer entfernten Bahnhof – und muss dort eine knappe Stunde «zwischengelagert» werden, bis er weiterfahren kann. Der Zug hat abgebrannte Brennelemente aus dem bayerischen AKW Grafenrheinfeld geladen, ist also mit hochgefährlicher Fracht unterwegs. Ursache der Irrfahrt: Ein Schaden in einem Stellwerk.
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Kaputte Atommüll-Fässer entdeckt - 02.02.2003
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In der belgischen Atomanlage Dessel werden 426 volle Atommüll-Fässer entdeckt. Sie sind allesamt kaputt – rosten oder schwellen an. Vor allem die anschwellenden Behälter sind ein ernsthaftes Problem, wie Energie-Minister Olivier Deleuze sagt – es gebe „keine Lösung für den Umgang mit solchen Containern“. Eine Reparatur sei nicht möglich.
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Mangelnde Sachkenntnis - 23.01.2003
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Der Sachverstand der Economie Suisse (schweizerischer Wirtschaftsverband), brilliert nicht mit Sachkenntnis. In ihrer neusten Publikation «Facts der Wirtschaft» befasst sie sich mit dem Ausstieg aus der Atomenergie. Allerdings nicht wirklich faktensicher: So sind auf Seite 17 die Niederlande aufgeführt mit einer Stromproduktion von 99,5 Prozent Wasserkraft. Das ist falsch – richtig wäre Norwegen. Aber in der Broschüre des Bundesamtes für Energie, wo man die Angaben her hatte, stand halt nur die Abkürzung «N», was die economiesuisse flugs als «Niederlande» interpretierte. Da haben wir noch Glück gehabt, dass unsere wirtschaftliche Elite «CH» nicht mit China übersetzte...
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206 Kilogramm Plutonium verschwunden - 01.01.2003
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Aus der japanischen Wiederaufarbeitungsanlage Tokaimura sind irgendwann 206 Kilogramm Plutonium verschwunden. Aus dem tödlichen Material lassen sich 30-40 Atombomben herstellen. Auch die Schweizer Atomkraftwerke sind im Besitz von Atombomben-Plutonium. Ob noch alles da ist, weiss niemand – eine unabhängige Kontrolle über das Material, das sich zum Teil im Ausland befindet, existiert nicht.
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Katastrophale Notfallübung - 15.12.2002
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Katastrophale Notfallübung im britischen AKW Bradwell. Die englische Zeitung «The Independent on Sunday» veröffentlicht einen vertraulichen Bericht über eine peinliche Notfallübung bei einem britischen Atomkraftwerk in der Nähe Londons: Das Szenario: Eine Frachtmaschine fliegt in das AKW Bradwell und setzt den Meiler in Brand. Die Katastrophenübung jedoch gerät zur Farce:
- Informationen über das Desaster werden nur unvollständig oder gar nicht an die zuständigen Stellen weitergegeben.
- Falsche Anweisungen der nuklearen Sicherheitsbehörde verhindern, dass schnell gelöscht werden kann.
- 50 Einsatzkräfte finden das Notfallzentrum nicht, und als sie endlich am gewünschten Ort eintreffen, schlägt ihnen das Chaos entgegen: Telefonleitungen fehlen teilweise oder fallen aus, Faxe bleiben ungelesen liegen, Informationen werden nicht auf den neusten Stand gebracht. Die Schrift auf den Bildschirmen ist weiss – mithin unsichtbar, wenn etwas ausgedruckt wird. Und die Toiletten sind so versteckt gelegen, dass sie kaum zu finden sind.
- Stundenlang gibt es keine Informationen über die Windrichtung – man weiss dementsprechend auch nicht, wohin man die Bevölkerung evakuieren müsste.
- Einige der Experten irren sich im Atomkraftwerk und beüben das falsche.
Immerhin, meldet der Independent, sei von den Beteiligten positiv vermerkt worden, dass es den ganzen Tag genügend Erfrischungen gegeben habe.
Ähnliche Probleme werden auch bei französischen Notfallübungen festgestellt: Feuerwehrleute tauchen zu spät auf, die Information ist ungenügend und die Sirenen, mit denen die Bevölkerung gewarnt werden sollen, sind kaum zu hören.
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Brisante Sicherheitsunterlagen landen in einem öffentlichen Abfallkübel - 09.05.2002
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Weil ein Büro im amerikanischen AKW Perry leergeräumt werden muss, wirft ein Angestellter von General Electrics brisante Sicherheitsunterlagen in einen öffentlichen Abfallkübel. Dort werden sie später gefunden und Greenpeace übergeben. Die Unterlagen beinhalten Informationen über die Angestellten, technische Zeichnungen, Daten über Sicherheitsvorkehrungen und den Standort von Gasleitungen innerhalb des Werks.
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Schlüssel zu AKW-Kontrollraum gestohlen - 03.04.2002
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Diebe stehlen den Schlüssel zum Kontrollraum des englischen AKW Harwell. Sie haben das Auto eines Angestellten aufgebrochen und den Kontrollraum-Schlüssel und vertrauliche Dokumente entwendet.
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AKW Angestellter erschiesst Ehefrau und Kinder - 01.03.2002
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Ein Angestellter im schweizerischen Atomkraftwerk Mühleberg erschiesst seine Ehefrau und seine Kinder. Was wäre geschehen, wenn er seine tragische Aggression nicht auf seine Familie, sondern auf seinen Arbeitgeber und seine Kollegen gerichtet hätte?
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Kontaminierte Gegenstände gestohlen - 01.07.2001
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Ein Angestellter aus der stillgelegten deutschen Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) hat ein Fläschchen mit radioaktivem Inhalt und ein Wischtuch eingesteckt und herausgeschmuggelt. Die Folgen: Der Dieb und seine Freundin wurden durch das radioaktive Material, das er in der Wohnung aufbewahrt hatte, massiv verstrahlt. Die Wohnung musste millimeterweise, in Spezialanzügen und unter Unterdruck gereinigt werden, damit keines der gefährlichen Partikel nach aussen entweicht.
Mit einem solchen Diebstahl hat niemand gerechnet: Der zuständige Minister Ulrich Müller meint, dass es gegen "perfides kriminelles Handeln, das Hand in Hand mit der Bereitschaft zu erheblicher Eigen- und Fremdgefährdung geht», keinen absoluten Schutz gebe. Und muss in einem Bericht gestehen: "Das vorliegende kriminelle Täterszenario wurde bisher der Sicherungsauslegung der WAK nicht zu Grunde gelegt." Dietmar Keil, der zuständige Abteilungsleiter in Stuttgart, präzisiert: "Es konnte niemand damit rechnen, dass kontaminierte Gegenstände gestohlen würden." Eine Aussage, welche die Fachwelt gemäss der Süddeutschen Zeitung mit Erstaunen zur Kenntnis genommen habe.
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Blitzlicht löst Feueralarm aus - 07.08.1997
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Im US-amerikanischen AKW Haddam Neck will ein Arbeiter fotografieren. Das Blitzlicht jedoch löst einen Feueralarm aus. Halongas strömt in den Kontrollraum, um das vermeintliche Feuer zu ersticken. Damit bricht aber auch das Chaos aus: Das Löschgas wirbelt Papiere durcheinander und löst Platten von der Decke, zudem wird dem Raum der Sauerstoff entzogen. Die Belegschaft muss den Kontrollraum fluchtartig verlassen und guckt fortan durch ein Fenster in den Kontrollraum. Wenn sie sieht, dass eine Alarmlampe aufleuchtet, holt ein Operateur tief Luft, rennt in den Kontrollraum, um die nötige Tätigkeit vorzunehmen und rennt wieder hinaus. Damit verletzt die Belegschaft so ziemlich alle Vorschriften. Nach 35 Minuten hat das Ventilationssystem wieder genügend Sauerstoff in den Raum gepumpt – die Mannschaft kann an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.
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40% des Personals fällt durch die Prüfung - 30.09.1991
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Der US-amerikanische Reaktor Millstone Point muss abgeschaltet werden, weil bei der jährlichen Prüfung acht von insgesamt 20 Operateuren und Managern durchfallen.
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Katastrophale Prüfungsergebnisse - 25.05.1990
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Im amerikanischen Atommeiler Brunswick fallen 14 von 20 Operateuren und drei von vier Teams durch die Prüfung. Bei der Wiederholung des Tests fallen alle Teams und 8 von 27 Operateuren durch. Ein Werkssprecher erklärt: «Die Prüfung ist sehr schwierig.» David Lochbaum, Wissenschafter bei der Union of Concerned Scientists, kommentiert: «Hoffentlich haben sie dort nur einfache Unfälle, schwierige können so lästig sein.»
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Wasserkühler in Kantine mit radioaktivem Wasser versetzt - 06.03.1990
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Ein Angestellter in einem US-amerikanischen AKW wird vor Gericht gezogen, weil er den Wasserkühler in der Kantine mit radioaktivem Wasser versetzt hat.
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Wasserkühler mit radioaktivem schwerem Wasser versetzt - 20.02.1990
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Im kanadischen AKW Point Lepreau werden drei Angestellte hohen Strahlendosen ausgesetzt, weil ihr Wasser mit radioaktivem schwerem Wasser versetzt war. Eine unbekannte Person hatte eine halbe Tasse des verseuchten Wassers in den Wasserkühler der Kantine gegossen.
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Streikende dringen in Kontrollraum des Reaktors vor - 03.12.1985
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Im französischen AKW Tricastin dringt eine Gruppe von streikenden Gewerkschaftern in den Kontrollraum des Reaktors vor. Die Werksleitung sagt, die Bedingungen im Kontrollraum hätten die nukleare Sicherheit nicht mehr garantiert.
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